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    Über die Gefährlichkeit von Schokolade als Leckerchen für Hund und Katze

    Über die Gefährlichkeit von Schokolade als Leckerchen für Hund und Katze

    Immer wieder höre ich in der Praxis “mein Mann gibt dem Hund oft ein Stückchen Schokolade, ich weiss, dass ist nicht gut für die Zähne und kann ein Hund da nicht auch Zucker bekommen? Aber es ist ja nur ein kleines Stück, das wird ja wohl nicht schaden”

    Wenn ich dann wie im folgenden auf die Gefährlichkeit von Schokolade hinweise, ernte ich fast immer Erstaunen, manchmal auch Unglauben. “Was kann den so ein Stückchen schon ausmachen, es ist eine liebe Angewohnheit, usw.”

    Die National Canine Defence League rät: Schokolade sollte ausserhalb der Reichweite von Hund und Katze aufbewahrt warden.

    Tierärzte, Veterinärexperten und Tierheilpraktiker warnen vor den Schäden, die Schokolade bei Haustieren anrichten kann.

    Nicht der hohe Fett- oder Zuckergehalt machen die Schokolade für Heimtiere so gefährlich, sondern ein Stoff, der in Kakaokernen und – schalen vorkommt, das Theobromin.

    Je höher der Kakaoanteil im Schokoladenartikel ist, desto höher ist auch der Theobromin-Gehalt.

    Grundsätzlich gilt: Die tödliche Dosis für Hund und Katze liegt bei etwas 100 mg Theobromin pro Kilo Körpergewicht.

    Das Hunde oder Katzen solch große Mengen Schokolade aufnehmen scheint eher unwahrscheinlich – doch Theobrominvergiftungen kommen in der Praxis immer wieder vor. 

    Die Wirkung einer Vergiftung mit Theobromin tritt etwas 4 – 5 Stunden nach Verzehr ein.

    Starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Herzrasen und in Extremfällen motorische Krampfanfälle und der darauf folgende Tod.

    Daraus folgt:

    Wir sollten unseren Hunden und Katzen niemals Schokolade als Leckerchen anbieten – auch nicht in so kleinen Mengen, daß dabei wirklich nichts passieren kann – denn, wenn unser Tier an Schokolade gewöhnt ist, kann die Hemmschwelle, den herumstehenden “Osterhasen” zu verspeisen, ziemlich gering sein.

    Es gibt viele “gesunde” Leckerchen – und manchmal tut es wohl auch ein liebevolles streicheln.

     

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Ihr Tierheilpraktiker Thomas Grabner