TierTHERAPIE GRABNER
Thomas Grabner

Naturheilkunde & Physiotherapie für Tiere

Naturheilkunde für Tiere
Therapieformen

Therapien

Thomas Grabner
Tierheilpraktiker & Tierpyhsiotherapeut

Erlenweg 5, 74211 Leingarten bei Heilbronn

  • Blutegeltherapie

Der medizinische Blutegel: Hirudo medicinalis/verbana/orientalis
Die Blutegeltherapie gehört zu den Ausleitverfahren. Schon vor 3000 Jahren wurde diese Therapie im Orient angewandt.

Tiere wissen instinktiv um die Heilkraft der Egel. So gehen z. B. Rinder, Wasserbüffel und Pferde mit Gelenkproblemen ganz gezielt in Gewässer, in denen Blutegel leben, und warten geduldig, bis die kleinen Helfer sich ihre winzige Mahlzeit holen und zum Dank helfende Sekrete im Körper des Patienten hinterlassen.

Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass die stammesgeschichtlich sehr alten Blutegel (mind. 450 Millionen Jahre) sich über lange Zeit ausschließlich von tierischen Blut ernährt und im Laufe der Evolution eine Art von Partnerschaft nach dem Prinzip „Du gibst mir Blut – Ich heile Dich“ entwickelt haben, die im Instinkt der Tiere verankert zu sein scheint.

Es wird auch immer wieder aus Praxen berichtet, dass Tiere eine Behandlung in aller Ruhe über sich ergehen lassen. Sicherlich liegt es auch daran, dass der Blutegel zu Beginn des Saugvorgangs anästhesierende und analgetische wirksame Substanzen in Blut und Gewebe abgibt.
Im Verlauf des Saugvorgangs werden weitere Substanzen abgegeben, darunter auch Wirkstoffe, die als konventionelle Arzneimittel eingesetzt werden, so z. B. Gerinnungshemmer wie Hirudin und Faktor Xa-Hemmer oder die gewebelockernde Hyaluronidase. Mit modernen Analysemethoden konnten in den letzten Jahrzehnten weitere Inhaltsstoffe des Blutegelsekrets und deren Wirkmechanismen aufgeklärt werden. Die therapeutische Wirkung dieser Substanzen zeigt sich als Durchblutungsförderung, Gerinnunghemmung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Zur veterinärmedizinischen Anwendung von Blutegeln liegen bisher die meisten Erfahrungen mit Pferden, Hunden, Katzen und Nagetieren vor.

Der Biss eines Blutegels ähnelt einem dreistrahligen Stern. Blutegel werden heute in speziellen Farmen gezüchtet. Strenge Auflage des Arzneimittelgesetzes schreiben vor, dass nur Blutegel aus Zuchtanstalten verwendet werden dürfen, die sich einer ständigen Prüfung unterziehen. Ein Blutegel wird nie ein zweites mal benutzt, damit keine Krankheiten übertragen werden können.

    Anwendungsbeispiele:

    • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie entzündliche Erkrankungen, Gelenke, Sehen, Muskeln und Bänder
    • Arthrose
    • Erkrankungen der Haut wie z. B. Ekzeme
    • Einsatzgebiete wie Abszesse, Blutergüsse, Gesäugeentzündungen

    Unsere Egel kommen von einer Farm in Deutschland und werden dort unter strengsten Auflagen gehalten und gezüchtet.